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6 / 10  

The One

Kurzweiliger und stupider Prügelstreifen mit Jet Li.

Jeden Menschen gibt es mehrere Male. Gleichzeitig existieren wir in anderen Universen, sogenannten Multiversen. Ein Mann (Jet Li) reist von einem Multiversum ins nächste, um dort sein jeweiliges Ich umzubringen. Mit jedem Mal, wenn eines seiner weiteren Ichs stirbt, überträgt sich dessen Kraft auf ihn. Dadurch wurde er bereits sehr stark und kommt seinem Ziel, der Einzige (The One) zu werden immer näher. Diesem Treiben will die Weltallpolizei, oder wie auch immer sie schon wieder heisst, ein Ende setzen.

Szenenbild aus The One

Storytechnisch gesehen ist «The One» keine Offenbarung. Auch sonst bietet er einige Angriffsflächen für negative Kritik. Letztendlich ist er ziemlich stupid, hat eine kurze Laufzeit und bietet unglaublich schlechte Spezialeffekte, die zudem noch zuhauf eingesetzt werden. Die Computeranimationen lassen herzlich grüssen.

«The One» richtet sich ausschliesslich an Genrefans wie beispielsweise mich. Für diese hat er denn auch einiges zu bieten. Die Abfolge der Actionszenen ist erfreulich hoch. So prügelt sich Jet Li durch die Reihen seiner Gegenspieler, und wenn das nicht reicht, dann tritt er eben gegen sein eigenes Ich an. Verfolgt wird auch, geschossen und explodiert hingegen nur wenig. Untermalt werden die Actionsequenzen von rockigen Musikstücken, wie es zuletzt bei «Shoot ’em up» der Fall war. Eine meiner Meinung nach gelungene Wahl, die die Actionszenen besser wirken lässt, als sie sind.

Szenenbild aus The One

Aufgrund der vielen Schwächen ist «The One» ein Film, den man sich vor allem dann gut anschauen kann, wenn man(n) müde ist. Dann, wenn es einem egal ist, wenn die Handlung auf einer einzigen A4-Seite Platz hätte, wenn es einem egal ist, dass die Special Effects zu den schlechtesten überhaupt zählen, dann, wenn man keinen anstrengenden und anspruchsvollen Film sehen mag, wenn es einem egal ist, wenn der Streifen nach gerade mal einer Stunde und zwanzig Minuten vorüber ist und wenn auch die Schauspieler nicht das Beste ihres Könnens zeigen müssen. Was zählt, ist die Quantität der Action. Und die stimmt hier. Basta, um mehr geht’s gar nicht. Für alle Nicht-Actionpuristen ein Alptraum. Nebenbei kann man übrigens noch einen ganz jungen Jason Statham entdecken.

Brutal fand ich den Film nicht. Deshalb ist mir rätselhaft, weshalb es eine 16er- und eine 18er-DVD des Films gibt. Wie dem auch sei, ich rate wie immer zur ungeschnittenen Fassung.

Fazit: Je nach persönlicher Stimmungslage ist «The One» genau das Richtige. Ein Turbo-Actioner ohne viel Hirn, dafür mit einigem Krawumm.

 
Originaltitel: The One
Regie: James Wong Oktober 2009