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The Saint – Der Mann ohne Namen

Simon Templar (Val Kilmer) ist ein Verwandlungskünstler und Meisterdieb. Als er jedoch einer Wissenschaftlerin eine Formel für die kalte Fusion, eine aussergewöhnlich effiziente und neue Form der Energiegewinnung, stehlen soll, verliebt er sich in sie. Fortan werden die beiden von den russischen Auftraggebern quer durch Moskau gejagt.

Szenenbild aus The Saint - Der Mann ohne Namen

Bereits die Eingangssequenz, in der Simons Kindheit und ein tragischer Unfall während ebendieser beleuchtet wird, überzeugt mich nicht recht. Die anschliessende Szene lässt hingegen wieder Hoffnung aufflammen. Der Meisterdieb führt nämlich einen seiner minutiös geplanten Coups aus, wobei sich der Genrefan unweigerlich an «Mission: Impossible» erinnert fühlt. Die unzähligen Verkleidungen, in welchen Val Kilmer, der seine Rolle übrigens durchaus gut spielt, immer wieder zu sehen ist, sind ebenfalls sehr amüsant.

Um an die Frau und somit an die Formel heran zu kommen, gaukelt Simon Templar einmal mehr vor, jemand anderes zu sein und beginnt mit ersten Annäherungsversuchen. Wer zumindest etwas Spannung erwartet, muss während diesen Momentan bereits zum ersten Mal herzhaft gähnen. Und dann kommt es, wie es kommen muss: Just in dem Augenblick, als er die Chance dazu hat, die Formel zu stehlen, gerät der Profi ins Wanken und möchte eher bei der Frau bleiben anstatt den Auftrag zu beenden.
Schlussendlich stiehlt er die Formel trotzdem, der Auftraggeber sagt, die Formel sei unvollständig und macht sich auf die Jagd nach dem unzuverlässigen Lieferanten und der Frau. Durchschnitt also, jedenfalls nichts Überraschendes.

Szenenbild aus The Saint - Der Mann ohne Namen

Die Inszenierung ist an und für sich eigentlich solide und quer durch die russische Hauptstadt gehetzt wird auch reichlich, aber dennoch klappt es mit der Spannung nicht. Daher ist die Bewertung von «The Saint» gar keine so einfache Sache.
Wahrscheinlich überzeugte mich der Film deshalb nicht so sehr, weil die beiden Hauptpersonen zwar häufig verfolgt werden, es aber kaum jemals zu direkten Auseinandersetzungen (sprich: Kämpfen oder Schiessereien) zwischen den Jägern und den Verfolgten kommt. Ausserdem könnte die Story mit zunehmender Laufzeit noch ausgebaut werden.

Tja, Action darf man leider nicht erwarten. Die Nahkämpfe lassen sich an einer Hand abzählen und sind sehr kurz. Zudem hallen nur wenige Gewehrsalven über die Grossstadt.

Letztendlich kaum sehenswert, höchstens noch wegen der vielen Verkleidungen des Hauptdarstellers.

 
Originaltitel: The Saint
Regie: Phillip Noyce August 2009