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8 / 10  

The Tournament – Battle Royale unter Killern

Überraschung aus England.

Alle sieben Jahre findet im Geheimen ein ganz besonderer Wettbewerb statt. Dreissig Profikiller treten gegeneinander an, um den Besten unter ihnen zu finden. Wer nach spätestens 24 Stunden als einziger noch lebt, gewinnt den Titel. Als Austragungsort dient dieses Jahr das britische Middlesbrough. Der eiskalte Geschäftsmann und Organisator Powers (Liam Cunningham) überträgt die Duelle live an die Spieltische der Reichen und Verrückten, die ganze Vermögen auf den Sieger verwetten. Allerdings hat der Titelverteidiger Joshua Harlow (Ving Rhames) dieses Jahr noch ein anderes Motiv für seine Teilnahme, als nur das winkende Preisgeld. Nämlich Rache. Ferner stellt die mitspielende Asiatin Lai Lai Zhen (Kelly Hu) fest, dass der Priester Joseph Macavoy (Robert Carlyle) unfreiwilligerweise Teil des Wettbewerbs geworden ist.

Szenenbild aus The Tournament

Auf der Rückseite des coolen DVD-Covers steht: «Dieser Film ist das, was Smokin’ Aces vor drei Jahren sein wollte.» Dieser Satz trifft es ziemlich genau. Die Figuren sind ebenso abgedreht, der weissgekleidete Texaner zwar etwas zu arg, der Umgangston sogar noch roher. Vor allem aber bietet «The Tournament» viel Action, was ich von «Smokin’ Aces» nicht wirklich behaupten kann.

Selbstredend kommt es nicht auf die Story an und ausser Ving Rhames tun keine bekannten Schauspieler mit, doch die gewählten Darsteller erfüllen ihren Zweck allemal. An der Inszenierung fällt insbesondere das straffe Erzähltempo auf, sodass «The Tournament» grösstenteils sogar als Turbo-Actioner durchgeht. Die musikalische Untermalung passt, zeigt sich aber vergleichsweise konventionell.

Szenenbild aus The Tournament

«The Tournament» ist als Actionreisser konzipiert und funktioniert als solcher hervorragend. Von Anfang bis Ende fährt er sehr brutale und blutige Schiessereien und Schlägereien auf. Den hohen Härtegrad, ansonsten weniger mein Ding, kann man in Anbetracht der vertretenen Berufe rechtfertigen. Sachschaden und Explosionen sind vergleichsweise selten und ein paar Parkour-Einlagen blitzen auch kurz auf. Dafür kommen ein paar Verfolgungsjagden zustande, wobei natürlich das Finale auf der Autobahn mit dem Linienbus und dem Tanklaster hervorsticht. Insgesamt gibt es kaum längere Wartepausen für Actionsuchende. Sie werden in ausreichendem Masse bedient, denn die Anzahl der Actionszenen ist hoch, deren Dauer verständlicherweise meistens eher kurz, zum Glück mit mehreren Ausnahmen.

Alles in allem eine Art Geheimtipp für Actionfans, die an dem grimmigen Killer-Turnier aus England ihre Freude haben dürfen. «The Tournament» macht nur wenige, kleine Fehler und kann dank dem zügigen Erzähltempo einen hohen Unterhaltungswert entwickeln.

 
Originaltitel: The Tournament
Regie: Scott Mann März 2011