Der Wilde Westen lebt noch.
Im Kleinort Bisbee an der mexikanischen Grenze wohnt der Farmer Dan Evans (Christian Bale) mit seiner Frau Alice (Gretchen Mol) und seinen beiden Söhnen William (Logan Lerman) und Mark (Benjamin Petry). Die finanziell schlecht gestellte Familie kann sich kaum über Wasser halten, trotz allen Bemühungen des Familienvaters, einem ehemaligen Scharfschützen, der im Bürgerkrieg ein Bein verlor. Eines Tages beobachten er und seine Söhne, wie die brutale Gang rund um den berüchtigten Ben Wade (Russell Crowe) eine Bankkutsche überfällt. Dank Dans Hilfe gelingt es dem Kopfgeldjäger Byron McElroy (Peter Fonda), das Bandenoberhaupt dingfest zu machen und plant, ihn nach Yuma zu bringen. Die Aussicht auf anständige Bezahlung bewegt Dan dazu, sich dem Gefangenentransport anzuschliessen. Unterwegs lauern viele Gefahren, nicht zuletzt, weil Wades rechte Hand Charlie Price (Ben Foster) alles daran setzen wird, den Gefangenen zu befreien.
Copyright: Rialto Film AG
Mit «Todeszug nach Yuma» erlebte der Westernfilm ein Revival. Nach seinem Erfolg liessen weitere Western aus Hollywood nicht lange auf sich warten.
Dass das vorliegende Werk auch mich überzeugt, liegt hauptsächlich an der Inszenierung, insbesondere den schönen Bildern, sowie den auflebenden Hauptdarstellern. Die Geschichte vermag da leider nicht mitzuhalten. Sie ist simpel und in der zweiten Filmhälfte steht sie grösstenteils still. Zudem verwirrt mich das Ende, denn das Handeln des Hauptbösewichts leuchtet mir nicht ansatzweise ein und versetzt «Todeszug nach Yuma» zum Abschluss eine nicht unerhebliche Delle.
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Action gibt es verständlicherweise fast ausschliesslich in Form von rauchenden Colts. Daneben wird zu Fuss oder Pferd geflüchtet. Die Längen in der zweiten Filmhälfte werden unter anderem dadurch begünstigt, dass sich die meisten Auseinandersetzungen in der ersten Filmhälfte zutragen oder im Finale. Doch sollten auch Actionfans einen Blick wagen, denn der Ausflug in den Wilden Westen ist mal etwas erfrischend anderes.
Zusammenfassend werden die Defizite der Geschichte durch die gekonnte Inszenierung und die grandiosen Hauptdarsteller wieder wettgemacht. Ich vermute, dass dem «Todeszug nach Yuma» fast jeder Zuschauer etwas abgewinnen kann.
 | Originaltitel: 3:10 to Yuma | |
| Regie: James Mangold | Februar 2011 |