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6 / 10  

Tödliche Nähe

Lockere Unterhaltung mit Bruce Willis.

Polizist Tom Hardy (Bruce Willis) sagt gegen seinen Cousin und Partner Jimmy Detillo (Robert Pastorelli) aus, woraufhin dieser Selbstmord begeht. Zudem äussert er den Verdacht, dass es sich beim Polish-Hill-Killer, dem soeben auch Toms Vater zum Opfer gefallen ist, um einen Polizisten handeln könnte. Verständlich, dass es Tom daher nicht leicht hat. Er zieht den Zorn seiner Familie auf sich, wird degradiert und der Wasserschutzpolizei zugeteilt. Da startet der Polish-Hill-Killer eine neue Mordserie, indem er alle früheren Geliebten von Tom der Reihe nach umbringt und in dessen Einsatzgebiet deponiert. Zusammen mit seiner neuen Partnerin Jo (Sarah Jessica Parker) versucht er den Killer aufzuspüren, bevor die Luft für ihn noch dünner wird.

Szenenbild aus Tödliche Nähe

In erster Linie verlässt sich «Tödliche Nähe» auf seine Geschichte, wobei das Umfeld der Wasserschutzpolizei eine willkommene Abwechslung bietet, sowie den Hauptdarsteller, der einmal mehr auf den alkoholsüchtigen, aber unterschätzten Cop abonniert ist. Das funktioniert insgesamt gut. Wirklich spannend wird es zwar nie und ein Humorfestival bleibt aus, aber der Unterhaltungswert bleibt fast durchgehend gewahrt. Mitverantwortlich dafür ist die solide Machart, die keine groben Patzer begeht.

Szenenbild aus Tödliche Nähe

Gleich zu Beginn bedient uns «Tödliche Nähe» mit einer recht langen Autoverfolgungsjagd und scheint ein normaler Actionfilm zu werden. Doch dies ist bereits die längste und beste Actionszene des Films. Daraufhin folgen noch drei bis vier kürzere Sequenzen, wobei Willis seine Fäuste und die Dienstwaffe sprechen lässt, sowie das Herumkurven auf dem Fluss. Noch zumindest eine oder gar zwei weitere Actionszenen im Ausmasse der einführenden Verfolgungsjagd hätten «Tödliche Nähe» vermutlich aufgewertet und wären daher wünschenswert.

Übrig bleibt ein solider Thriller, der unterhält ohne je Nervenkitzel zu erzeugen. Die Story geht klar, Bruce Willis sowieso, einzig etwas mehr Action wäre nett gewesen. Als Zwischenimbiss keine schlechte Wahl.

 
Originaltitel: Striking Distance
Regie: Rowdy Herrington März 2011