Die Maschinen kämpfen ein drittes Mal um die Macht.
Dass ihm Barack Obama persönlich eine Medaille überreicht hat, hilft Sam Witwicky (Shia LaBeouf) bei der Jobsuche nicht weiter. Zwar hat er mit Carly Miller (Rosie Huntington-Whiteley) eine neue Freundin gefunden, doch bei der Arbeitssuche will gar nichts klappen. Da ist es schon fast ein Glücksfall, dass der uralte Konflikt zwischen den Autobots und den Decepticons aufs Neue entfacht wird, als die Autobots erfahren, dass die ersten US-Astronauten bereits in den 60er-Jahren den tot geglaubten Sentinel Prime auf dem Mond entdeckt haben.
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Wenn Regisseur Michael Bay einen neuen Film an den Start schicken will, sind die Meinungen schon vorher gemacht. Salopp gesagt: Von den Kritikern gehasst, vom Kinopublikum geliebt. Und bei der Transformers-Reihe erst recht, denn beispielsweise wurde «Transformers – Die Rache» trotz eher abwertenden Kritiken der erfolgreichste Blockbuster des damaligen Kinojahres.
Oft diskutiert und viel beworben, ohne es nötig zu haben, hätte nun «Transformers 3» das Highlight des Kinojahres 2011 werden sollen (nicht nur in finanzieller Hinsicht) und nach dem Trailer war ich mir sicher, das er das schaffen würde, zumal mir die vorderen Filme, vor allem der erste Teil, sehr gut gefielen.
Doch leider verliess ich diesmal leicht enttäuscht das Kino, weshalb die Filmkritiken zu diesem Bay-Werk nicht so überflüssig sind, wie ich bisher dachte.
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Die gelobte Besserung in Sachen Story hält «Transformers 3» ein. Komplex oder spannend ist die Handlung natürlich schon nicht, aber die zwei bis drei Twists kurz nach Filmhälfte überraschen mich positiv. Für die mehr als zweieinhalb Stunden wurde die Geschichte aber zu sehr in die Länge gezogen.
Der Humor bleibt beinahe aussen vor, was ich einerseits schade finde, andererseits aber fast besser ist, weil er wie schon im zweiten Teil niemals die luftige Unbeschwertheit des ersten Teils erreicht.
Die ganzen Diskussionen über den Megan Fox-Ersatz lassen mich übrigens kalt und wenn ich mir den fertigen Film besehe, muss ich sogar sagen, dass man die weibliche Hauptrolle auch gänzlich hätte streichen können oder sogar sollen.
Wie nicht anders zu erwarten beeindruckt an «Transformers 3» einmal mehr die optische Überlegenheit und die Spezialeffekte suchen ihresgleichen. Das 3D setzt zwar keine Akzente, ist aber angenehm für die Augen und durchaus gelungen.
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Allerdings werde ich den Eindruck nicht los, dass sich Michael Bay exakt aufgrund der Anforderungen an dieses «angenehme 3D» mit dem zurückhält, was er am besten kann und ich als Fan seiner Filme sehen will… Minutenlange Actionszenen. Bis kurz vor Anbruch des Chicago-Finales gibt es kaum Action, obwohl genau diese am meisten in Erinnerung bleibt, und so denke ich mir, dass jetzt da noch zünftig was daherkommen muss. Doch die vorhandenen Actionszenen werden für meinen Geschmack zu sehr zerstückelt, will heissen, dass es dazwischen immer wieder zu Unterbrüchen kommt, anstatt dass die Actionszenen reibungslos ineinander hineingreifen und sich somit zu einer langen Sequenz zusammensetzen würden. Schliesslich habe ich genau das an den Vorgänger-Filmen geschätzt, doch bei «Transformers 3» bleibt Bay erst in den letzten schätzungsweise zwanzig Minuten konstant auf dem Gaspedal. Bis dahin ist die persönliche Vorfreude und Erwartungshaltung bereits einer gewissen Ernüchterung gewichen. Klar, Chicago ist auf ansehnliche Weise verwüstet, doch wie es dazu kam und wie sich die Roboter bekriegen und damit eine Materialschlacht liefern (mit Betonung auf «schlacht»), scheint diesmal nicht der Leinwand wert. Hinzu kommt, dass die Musik wiederum gelungen wäre, aber zu selten eingesetzt wird. Vor allem bei den Actionsequenzen habe ich sie mehrmals vermisst.
Fazit: Ausgerechnet auf die Stärken der Bay-Action muss ich bei
«Transformers 3» grösstenteils verzichten, denn meistens sind die entsprechenden Sequenzen enttäuschend kurz oder es fehlt der Soundtrack oder dann kommt sie viel zu spät. Das macht den dritten Teil zwar keineswegs so schlecht, wie ihn manche Kritiker haben möchten, aber dennoch zum schwächsten der Trilogie.
| Originaltitel: Transformers: Dark Of The Moon | |
| Regie: Michael Bay | Juli 2011 |
Teile:
Transformers
Transformers – Die Rache
Transformers 3