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3 / 10  

War

Trotz grossen Namen eine Enttäuschung.

Die Yakuza und die Triaden führen einen Bandenkrieg. Mittendrin ist der Auftragskiller Rogue (Jet Li), der sich so geschickt anstellt, dass er für beide Seiten gleichzeitig «arbeiten» kann. FBI-Agent Jack Crawford (Jason Statham) will den Verbrecher endlich zur Strecke bringen, der vor drei Jahren auch seinen Partner und dessen Familie umgebracht hat.

Szenenbild aus War

«War» fährt grosse Namen auf: Jet Li und Jason Statham, zwei bekannte Gesichter im Actiongenre. Doch so viel versprechend die Besetzung ist, so schlecht finde ich das Endprodukt.
Die Geschichte ist anfangs unnötig kompliziert, was noch zu verkraften ist. Zunehmend schlimmer ist, dass sie in der Folge kaum noch vorankommt. Zwar bietet sie gegen Filmende hin noch eine nette Überraschung, aber bis dahin hatte ich sie längst abgestempelt. Es interessiert einfach gar nicht mehr wirklich.

Szenenbild aus War

Wenn Jet Li und Jason Statham, die beide schon eine bessere Figur machten, mit von der Partie sind, dann darf man Action erwarten. Mir ist bewusst, dass man deswegen seine Erwartungen mit Leichtigkeit viel zu hoch ansetzen könnte, aber ein gewisses Mindestmass darf man ganz bestimmt erwarten. Doch genau das ist das grösste Problem von «War»: Der Film erfüllt in Sachen Action nicht einmal dieses Mindestmass (wie gering dieses Mass auch immer sein mag...).
Die Action macht regelmässig auf sich aufmerksam, wobei die Sequenzen aber immer viel zu schnell vorüber sind. Kaum hat es angefangen, ist es auch schon wieder vorbei. Wirklich als Actionszenen bezeichnen kann man diese kurzen Plänkeleien nicht. Das erste nennenswerte Geschehen ereignet sich erst kurz nach Filmhälfte, als es in einem Teehaus zu einer Schiesserei, Nahkampf und anschliessender Autoverfolgungsjagd kommt. Danach folgen bis zum Filmende noch zwei weitere Actionszenen, die ebenfalls etwas länger sind. Voilà, das war’s dann auch schon. Auf einen ausgiebigen Schlusskampf Li vs. Statham wartet man vergeblich. Am besten sind noch eine hübsche Explosion sowie ein längerer Schwertkampf. Die gesamte Laufzeit über hatte ich die Hoffnung, dass da noch mehr kommen würde à la «jetzt geht’s dann sicher bald los»... denkste.
Die Inszenierung ist in anderen Filmen der Herren Li und Statham ebenfalls besser. Somit versagt «War» auf ganzer Linie, was die Action angeht, so sehr ich meine Ansprüche auch herunterschraube. Sehr schade, die beiden Actionhelden derart zu verheizen.

Szenenbild aus War

Fazit: Spart euch dieses zweifelhafte Vergnügen. «War» ist in Hinblick auf den Actionanteil eine Blamage.

 
Originaltitel: War
Regie: Phillip G. Atwell September 2009