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5 / 10  

World Invasion: Battle Los Angeles

Viel Krawumm, nur leider vorhersehbar und klischeebeladen.

Weltweit schlagen Meteoriten ein. Bald zeigt sich, dass dies nicht ganz stimmt, sondern bösartige und widerstandsfähige Ausserirdische mitsamt ihren Raumschiffen gelandet sind. Mit koordinierten Angriffen legen sie eine Grossstadt nach der anderen in Schutt und Asche. So tritt der kurz vor seiner Entlassung stehende Sergeant Michael Nantz (Aaron Eckhart) nochmals zu einem Einsatz an. Zusammen mit einer Gruppe von Zivilisten, die es zu beschützen gilt, ziehen er und seine Marines durch Los Angeles, der letzten Stadt, in der die Aliens während ihrem kriegerischen Feldzug noch nicht die totale Kontrolle erlangt haben.

Szenenbild aus World Invasion: Battle Los Angeles

In diesem Jahr wird die Erde von allen möglichen Ausserirdischen heimgesucht. Das vorliegende Werk ist nur eines von vielen. Das wirft die Frage auf, ob es da «World Invasion: Battle Los Angeles» wirklich auch noch braucht. Meine Antwort lautet nein. Und die noch besorgniserregendere Frage: Hat Hollywood denn gar keine neuen oder zumindest anderen Ideen?

Inhaltlich präsentiert sich «World Invasion: Battle Los Angeles» jedenfalls ernüchternd. Weil er vorhersehbar ist, fehlt die Spannung gänzlich. Hinzu kommen die schwachen Schauspielerleistungen. Aaron Eckhart nehme ich seine Rolle zu keinem Zeitpunkt ab und Michelle Rodriguez, die mir ohnehin unsympathisch ist, wirkt ebenfalls deplatziert. Die Wackelkamera nervt gewaltig, weil sie überall und noch extremer zum Einsatz kommt als bei Paul Greengrass. Immerhin handelt es sich bei «World Invasion: Battle Los Angeles» ansonsten um eine gute Produktion. Die aufwändigen Sets zerstörter Strassenstriche, zerfallener Häuser und dergleichen bieten ansprechende Schauwerte. Die Musik macht auf heroisch, Humor gibt es keinen.

Szenenbild aus World Invasion: Battle Los Angeles

Auf diese Weise können zumindest die zahlreichen Actionsequenzen ein Unterhaltungsminimum gewährleisten, insofern man das Hirn an der Garderobe abgegeben hat. Explosionen, Geballere, Sachschaden, Flüchten zu Fuss oder mit Fahrzeugen. Die Strassenschlachten und der Häuserkampf gegen die Aliens verlangt dem Militärkommando vieles ab. Einmal sind sie dabei die Gejagten, einmal selbst die Jäger.

Fazit: Grundsätzlich unterhaltsame Action. Der Spass an der Actionmenge wird aber häufiger getrübt, wofür hauptsächlich inhaltliche Schwächen sowie die Charakterzeichnung und ungenügenden Darsteller verantwortlich sind.

 
Originaltitel: Battle: Los Angeles
Regie: Jonathan Liebesman April 2011